Vorbereitung auf Aktionen

 

Lege schon am Tag vor der Aktion die Dinge, die Du mitnehmen willst, bereit. Vielleicht musst Du die Wanderschuhe oder den Regenmantel aus dem Schrank kramen? Und wo ist nur die Thermoskanne?

Gleichzeitig räumst Du alles aus Deinen Taschen, das Du NICHT mitnehmen willst:

Folgende Dinge solltest Du bei Dir haben:

Um Dich auch unter widrigen Bedingungen gut fühlen zu können, solltest Du folgendes mitnehmen:

Das klingt so leicht und selbstverständlich. Dennoch treffen wir auf nahezu jeder Aktion auf Leute, die nichts zu trinken dabei haben (und sich auch nicht in der Lage sehen, selber etwas zu besorgen) und die von unserem persönlichen Wasservorrat trinken wollen. Soweit möglich, helfen wir aus - aber so etwas wäre vermeidbar.

Damit Du anderen (und auch Dir selbst noch besser) helfen kannst, sind folgende Dinge nützlich:

Ob Du noch folgendes mitnehmen willst, bleibt Dir überlassen:

 

In der Ruhe liegt die Kraft / ohne Mampf kein Kampf

Vermeide schon am Tag vor der Aktion Alkohol und andere Drogen. Gehe früh schlafen, auch wenn Du vielleicht vor großen Aktionen das Gefühl hast, noch das eine oder andere recherchieren zu wollen oder einfach nur voller Erwartung bist und nicht müde wirst. Denke daran, dass Du Deinen Protest fit und ausgeschlafen weit besser auf die Strasse bringen kannst und dabei länger durchhalten und mehr Spass haben wirst.

Auch das klingt so leicht und selbstverständlich...

Stehe etwas früher auf, damit Du gemütlich frühstücken und Dich rechtzeitig auf den Weg machen kannst. Manchmal werden Menschen auf dem Weg zu Aktionen von der Polizei kontrolliert, was einige Zeit dauern kann. Vielleicht willst Du darum auch nicht alleine gehen, sondern gemeinsam mit anderen Menschen - das ist besonders wichtig, wenn es per Bahn zu Aktionen gegen Naziaufmärsche geht, denn auch die Nazis fahren häufig mit dem Zug.

 

Deine persönliche Erste-Hilfe-Ausstattung

Gut und billig soll sie sein! Aber was heißt gut?

Wir werden, mit einer einzigen Ausnahme, bewußt auf Empfehlungen zu Medikamenten verzichten, da hier für den Patient und somit auch für den Helfer erhebliche Gefahren lauern:

Also, liebe Leute, Vorsicht! Auch wir als "Profis" überlegen es uns genau, ob wir z.B. bei Kopfschmerz nicht erst mal das Heilpflanzenöl rausholen oder zu trinken, zu essen oder zu ruhen empfehlen, anstatt gleich mit Aspirin oder Paracetamol zuzuschlagen.

Für die Behandlung der üblichen Verletzungen auf Demos und Aktionen brauchst Du aber die folgenden Dinge, die praktisch nebenwirkungsfrei und leicht anzuwenden sind:

 

Teil 1 (ganz normales Verbandmaterial)

Unser Tip: Teilt man den Inhalt eines normalen Kfz.-Verbandkastens "B" (DIN 13164) so gerecht wie möglich auf zwei Demo-Verbandsets auf, so hat man ein komplettes Set und ein weiteres, in dem - nimmt man die jeweils als Minimum genannten Mengen als Grundlage - nur noch Verbandschere, Rettungsdecke, Heftpflasterrolle und Einmalhandschuhe fehlen.

Teil 2 (was ausserdem sinnvoll ist)

Sterilprodukte tragen lediglich ein Fabrikationsdatum und können bei sorgfältiger Aufbewahrung (Vorsicht bei Nässe!) lange Zeit verwendet werden. Bei den selbstklebenden Wundschnellverbänden und dem Rollenpflaster solltest du von Zeit zu Zeit prüfen, ob nicht die Klebekraft nachgelassen hat: Das passiert, je nach Qualität, ganz von selbst nach einigen Jahren oder auch sehr schnell bei zu warmer Aufbewahrung.
 

Infos zu den einzelnen Gegenständen

Die Verbandschere

 

Die Augenspülflasche

              Augenspülflasche

 

Verschiedene Verbandstoffe

 

Heftpflaster

 

Die "Rettungsdecke"

           Rettungsdecke

 

 

 

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